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Die erste Professorin mit Downsyndrom...

... kann sie ja noch werden, denn die Brille gibt Lydia einen so unglaublichen distanziert-intellektuellen Ausdruck, dass ich beim ersten Blick auf sie beim Optiker laut lachen musste. Lydi ist ziemlich stark weitsichtig - der Augenarzt hat mich beruhigt mit dem Hinweis, das wäre nicht schlimm und die Brille brauche sie unter anderem, um kein Schielen zu bekommen. Nun muss sie sich daran gewöhnen. Anfangs hat sie sie sehr oft abgenommen (wenn auch nicht heruntergerissen), jetzt wird es immer besser und sie behält sie häufiger an.

2!!!

Aaach, endlich können wir über unseren zweiten berichten! Lydia wurde am 6.7. besungen und bespielt. Eigentlich wollten wir eine Feier im engen Kreis machen, und das taten wir auch, aber der enge Kreis entpuppte sich als recht groß. Es wurde herrlich voll. Und anstrengend - hier der Beweis: Das pinke Auto war eines der größten Geschenke, vielen Dank! Und von Laurin kamen großartige Sachen, und Amelie - Lydias beste Freundin mit DS, gleich um die Ecke (!!!) - war auch da! Danke schön an alle für Glückwünsche und die tollen Geschenke für Lydia!

Gestatten: Punky

Ich weiß, ich komme jetzt immer mit recht kurzen Nachrichten, aber für mehr reicht leider nicht die Zeit. Das wollte ich aber keinem vorenthalten: Eine Zeichentrickserie über Punky , ein Mädchen mit Down Syndrom. Enjoy!

Herzlichen Glückwunsch, Laurin & viele andere Dinge

Heute wird unser Laurin zwei - herzlichen Glückwunsch von uns und alles Liebe fürs neue Lebensjahr! Hoffentlich ist das Geschenk schon angekommen! Ist das ein Sommer, wa? Ich bin ganz begeistert! Schade, dass unser Garten noch nicht fertig ist - aber Lydi hat auch viel Spaß draußen auf dem Spielplatz. Aber die Hitze macht ihr schon zu schaffen... Die letzten Bilder aus unserer Spielgruppe - die gleichaltrigen Lydia und Anna-Lena stehen ganz selbständig am Trampolin. Fehlt nur noch der Mädchenplausch. Hoffentlich kann die Kleine wirklich bald plappern. Bis jetzt tut sie das sehr oft, aber in ihrer eigenen Sprache: "Alalabubu Ap! Ap! Krakra bä!"  Zeigen möchte sie noch nichts, also warte ich noch mit der GuK (bis auf ein paar Gebärden, die sie aber nicht wiederholt, nur ansatzweise "Musik" - das Radio ist ja ein ganz großer Freund und immer wieder eine Attraktion). Bildunterschrift hinzufügen Lydia zieht sich an allem sehr oft hoch - hoffentlich...

Rauf Mamedov und Aktuelles

Rauf Mamedov: Silentium (1998) Vor Lydias Geburt habe ich nie etwas von diesem Fotografen gehört. Rauf Mamedov, ein russisches Künstler (sein Name deutet jedoch darauf hin, dass er Aserbajdshaner ist), hat eine Serie von Bildern mit Menschen mit Down-Syndrom gemacht. Die Bilder sind als Zitate alter Meister konzipiert. Das "Silentium" hat mich sehr gerührt, und ich konnte diese Rührung lange nicht in Worte fassen. Kritiker schreiben von "emotionaler Ganzheit" und von der "Unfähigkeit zur Aggression" der Menschen mit DS. Vielleicht sind sie es, die die Bildaussage so intensiv werden lassen. Rauf Mamedov: Pieta Er setzt Gesichter, die man nicht jeden Tag sieht, und die für mich und so viele andere so vertraut und so lieb geworden sind, in neue (und dennoch bekannte) Zusammenhänge. Die Bilder ziehen an und erinnern an so vieles. Ich weiß nicht, ob man dabei ethische Bedenken haben sollte. Ich halte die Bilder trotzdem für großartige Kundtwerke. ...

21.3

Heute ist der Downsyndrom-Welttag, also muss ich ein paar Zeilen schreiben. Wollen tue ich es schon, aber die Zeit ist rar. Die letzten Wochen waren geradezu schlimm, mit Erkältungen allerseits, Handwerkern, Unmengen an Arbeit und einfach viel unangenehmem Stress. Jetzt hat Lydia eine Bindehautentzündung, darf morgen nicht zur Tagesmutter und begleitet mich zum Friseur... Habe gerade eine russische Sendung über Menschen mit DS gesehen. Bei allen Kindern kamen mir die Tränen - nicht weil sie so schnuckelig aussahen, sondern weil sie alle wie Lydia aussahen. Gezeigt wurde auch ein junger Mann mit einem sehr typischen DS-Aussehen, der sogar eine Berufsausbildung hinter sich brachte. Als er den Mund aufmachte, erstarrte ich: Er sprach und dachte wie ein völlig gesunder Mensch. Ehrlich, ich stehe immer noch unter Schock und kann's nicht glauben. Uns zum Schluss viele Grüße von unserer Lydi!!