Direkt zum Hauptbereich

Posts

 Lydia im Winter 2020/21 Gerade die Behinderten, unsere besonderen Kinder und Erwachsenen, sind diejenigen, die von der Pandemie am meisten betroffen sind. Fast alle Therapien finden nicht statt, die Schule läuft auf  Sparflamme, Lydias geliebte Theatergruppe finden online statt  – womit sie nichts anfangen kann... Es ist vor allem für sie eine schwere Zeit. Hoffentlich geht sie bald vorüber. Der Alltag ist gerade sehr anstrengend.  

Erstkommunion und die Pandemie

Ende Juli bekam Lydia ihre Erstkommunion und wir hatten ein schönes Fest. Die Feier musste wegen Corona natürlich verschoben werden, auch der Kommunionunterricht gestaltete sich zum Schluss nicht so, wie man es sich wünschte. Leider hat die Pandemie noch mehr viel wichtigere Auswirkungen auf Lydias Alltag: kein Schwimmen in der Gruppe mehr, kein Cello-Spielen (der Körperkontakt ist zu eng), keine Gruppenangebote bei unserem FED. Was das für unsere Kinder heißt, können wohl nur betroffene Eltern nachvollziehen. Leider sieht man kaum eine Diskussion über die Lage von Behinderten in dieser unschönen Zeit: Auch unsere Kinder fallen zumeist einfach durch das Raster des gesellschaftlichen Interesses. Das ist sehr traurig und für uns alle sehr anstrengend. Wann die Pandemie zu Ende sein wird, steht in den Sternen. Wir müssen mit diesen Einschränkungen die Winterzeit verbringen. 
So unglaublich groß geworden.
Seit etwa einem Monat nimmt Lydia Cello-Unterricht. Wir hatten durch Zufall eine wunderbare, interessierte und motivierte Cello-Lehrerin in Braunschweig kennengelernt und legten dann los. Wie weit Lydia damit kommen kann, wissen wir natürlich nicht. Im Moment ist der Unterricht eine "bessere Ergo-Therapie", die aber auch noch so viel Spaß macht und ein so musikinteressiertes Mädchen wie Lydi wahnsinnig stolz macht. Uns alle natürlich auch.
Lydia hat neulich ihren ersten Witz gemacht. "Was gab es zum Mittagessen in der Schule, Lyd?" "Kaki-Brei! Ua-ha-ha-haaaa!"
Irgendwann kommt bestimmt der Tag, an dem ich so richtig Zeit habe. Für alle möglichen Sachen, auch für das Blog. Bis jetzt ist er noch nicht da gewesen.

Schulkind

Und nun ist sie eine Schülerin. Bei der wunderschönen Feier sind einige Tränen der Rührung geflossen, zumal unsere liebe Kindergärtnerin extra kommen war, um ihre kleinen Kröten zu verabschieden. Wie ich jetzt merke - eine Riesenzäsur in unserem aller Leben. Die erste Schulwoche kam jedenfalls gut an, und toitoitoi.

Nein

... man kann nicht sagen, dass Lydia sich für Fußball interessiert. Aber sie gibt einen hübschen Fan ab.
Ly Anfang 2016.
Philippa weint. Lydia, wie immer sehr aufgeregt: "Mama, schnell! Philippa! Er weint!" " Sie weint. Philippa ist doch ein Mädchen." "Das klaube ich nicht. Ist doch Baby." Als sie das erste Mal "das klaube ich nicht" sagte, dachte ich, ich falle vom Stuhl.
Lydias Malduktus würde ich jederzeit wiedererkennen: Großflächige Striche, wenig Detailliebe und es ist immer ein "Pferd". Bei Nachfragen kann der dargestellte Gegenstand aber auch variieren - auch mal ein Kopf sein oder ein Hase. Irgendwie finde ich es immer noch schade, dass Lydia keine große Freude am Malen hat. Vielleicht kommt das noch. Aber ihr Herz hängt doch zu sehr an Musik. Lydia entwickelt sich zu einer sehr lieben, fürsorglichen und geradezu verantwortungsvollen großen Schwester, die gern mal ihre eigenen Spielsachen der kleinen Schwester in ein anderes Zimmer bringt.
Das neueste Kindergartenfoto der großen Schwester. Der einsame Zahn vorn ist seit heute auch nicht mehr da. Hach.
Lydia wollte gestern: - mit mir zusammen duschen, - dabei sich Haare waschen lassen, - danach aufs Töpfchen (es ist wie immer leer geblieben, aber immerhin), - und Haare föhnen. Freiwillig. Ich bin baff.
Ich: "Lydia, ich hab dich lieb." Ly: "Ich liebe Kerstin." Kerstin ist eine ihrer Kindergärtnerinnen. So findet man sich auch im fortgeschrittenen Alter in einem Liebesdreieck wieder.

Große Schwester

Lydias Leben nimmt eine Wendung...

... denn von nun an ist sie große Schwester. Die kleine Schwester Philippa kann noch nicht mit ihr spielen, aber das kommt sicherlich noch. Ly ist eine sehr liebe Schwester, gestern hatte sie der Kleinen sogar ein Schlaflied gesungen (aber bei der Baby-Begeisterung, die sie immer an den tag gelegt hatte, ist das auch nicht verwunderlich). Wir sind sehr, sehr glücklich über die beiden Mädels!

Musikschule

Lydchen geht jetzt in die Musikschule. In die "kleine" Gruppe, wo noch nichts gespielt wird, sondern gesungen und getanzt wird. Diese Begeisterung würde ich gern öfter mal erleben - sie kann es kaum erwarten, hinzukommen. Die Lehrerin Sabrina wird jetzt konsequent Brasina genannt und zur Familie gezählt.
Erinnerung an den Karneval: Die Biene Maja dieses Jahr.