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15. Februar

Heute wäre meine Mutter 58 Jahre alt geworden.
Wie sie wohl ausgesehen hätte?
Vor 16,5 Jahren musste sie viel zu schnell, viel zu unerwartet gehen.
Ein paar Monate zuvor sagte sie noch, sie sei überhaupt nicht gespannt darauf, was nach dem Tod passiert, sie wolle leben.



Ihre Lebensfreude, ihr Lachen, ihre Klugheit, ihr Mitgefühl - ich kann mich glücklich schätzen, sie gekannt zu haben.

Es ist ein toller Gedanke: hoffen zu können, dass man sich wiedersieht.

Kommentare

Gabriela hat gesagt…
Ich wünsche dir einen Tag voll stiller Dankbarkeit.
Gabriela
Beatrice hat gesagt…
Stille Grüße

Beatrice
D hat gesagt…
Danke, ihr Lieben, an euch ganz besonders.
Anonym hat gesagt…
Liebe Dina, Du siehst Deiner Mutter sehr ähnlich. Es könnte ein Bild von Dir und Lydia sein. Den Gedanken, den Du formulierst, finde ich (Danni) auch immer sehr tröstlich und freue mich drauf.
Viele Liebe Grüße,
Danni, Thorsten und Jonah
D hat gesagt…
Danke, ihr Süßen! Schön, so etwas zu lesen...
Wir freuen uns auf Samstag!! :)

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Lydchen im November 2013

Blütenbomben

Als Mutter/Vater eines schwerbehinderten Kindes ist man sicherlich viel empfindlicher, dünnhäutiger, ja paranoider in Bezug auf Äußerungen Dritter. Ich befürchte auch, dass nach diesem Post viele mich eher stumm angucken werden, um ja nichts Falsches zu sagen. Aber auch diese Gefahr nehme ich billigend in Kauf, nur um endlich das hier aufzuschreiben. Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich muss es vor allem aufschreiben, weil es so witzig ist. Misslungene Formulierungen nennt man bekanntlich Stilblüten. Eltern behinderter Kinder hören des öfteren Sätze, die sie sprachlos, wütend, weinend, lachend, kichernd machen. So etwas nenne ich immer "Blütenbomben". Die meisten von den Bomben sind gut gemeint, hinterlassen aber beim Hörer so ein Gesicht:  Meine persönliche Ausbeute ist ziemlich mager. Da ist z. B. eine Physiotherapeutin von mir - nach einer halben Stunde Unterhaltung über Lydias Geburt und Entwicklung fragt sie mich: "Aber Sie verstecken sie doch nicht, oder?...

Ungelöste Fragen

Aus Gesprächen mit Eltern von Kindern mit DS weiß ich, dass viele - so wie ich - die Frage "Habt ihr es vor der Geburt gewusst?" als indiskret, unsinnig und/oder beleidigend ansehen. Bei Nichtmedizinern bin ich persönlich sehr nachsichtig, aber bei Ärzten nervt es mich. Die Frage hat gerade im medizinischen Kontext keine Bedeutung. Entweder hat man es nicht gewusst und wurde überrascht - nun weiß man es aber und kann eh nichts ändern. Oder man hat es gewusst und hat sich bewusst für das Kind entschieden - auch daran kann keiner etwas ändern. Ich bin überzeugt, dass es keine Eltern von DS-Kindern gibt, die noch nie etwas von der Pränataldiagnostik gehört haben - und wenn es erst nach der Geburt war. Nachdem ich sehr viele solcher Fragen über mich habe ergehen lassen, entschloss ich mich, offensiv zu werden. Und wartete, und wartete, und wartete. Und endlich - gestern war es so weit, yay! Ein Frauenarzt (nicht mein "eigener") fragte nun genau das: Haben Sie es in...