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Staben

Ja, auch bei mir hat es länger gedauert bis ich kapiert habe, dass Ly mit "Buchstaben" spielen möchte (mit der Box aus dem DS-Zentrum und mit einem Kartenspel von Amazon).
Eine Premiere! Also wird es langsam mit der Literalisierung des Kindes.
Auch wenn ich bis jetzt nicht das Gefühl habe, dass Lydia die Funktion von Buchstaben oder wenigstens das globale Lesen irgendwie verinnerlicht hat. Seit der neuesten Untersuchung beim Augenarzt (links +6,5, rechts +8) befürchte ich, dass es an den Augen liegen kann. Seufz.

Wie auch immer, wir probieren's weiter!

Kommentare

Ursel hat gesagt…
Ist doch logisch :-)
Wenn die Dinger nicht im Buch sind, sind das auch keine Buchstaben mehr, sondern eben Staben.

(Bin über Elisabeth hierhergekommen. Das Wort Staben hat mich angelockt. Musste dran denken wie mein Sohn mal ganz begeistert gerufen hat: Mama, guck mal - Staben.)

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Lydchen im November 2013

Blütenbomben

Als Mutter/Vater eines schwerbehinderten Kindes ist man sicherlich viel empfindlicher, dünnhäutiger, ja paranoider in Bezug auf Äußerungen Dritter. Ich befürchte auch, dass nach diesem Post viele mich eher stumm angucken werden, um ja nichts Falsches zu sagen. Aber auch diese Gefahr nehme ich billigend in Kauf, nur um endlich das hier aufzuschreiben. Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich muss es vor allem aufschreiben, weil es so witzig ist. Misslungene Formulierungen nennt man bekanntlich Stilblüten. Eltern behinderter Kinder hören des öfteren Sätze, die sie sprachlos, wütend, weinend, lachend, kichernd machen. So etwas nenne ich immer "Blütenbomben". Die meisten von den Bomben sind gut gemeint, hinterlassen aber beim Hörer so ein Gesicht:  Meine persönliche Ausbeute ist ziemlich mager. Da ist z. B. eine Physiotherapeutin von mir - nach einer halben Stunde Unterhaltung über Lydias Geburt und Entwicklung fragt sie mich: "Aber Sie verstecken sie doch nicht, oder?...

Ungelöste Fragen

Aus Gesprächen mit Eltern von Kindern mit DS weiß ich, dass viele - so wie ich - die Frage "Habt ihr es vor der Geburt gewusst?" als indiskret, unsinnig und/oder beleidigend ansehen. Bei Nichtmedizinern bin ich persönlich sehr nachsichtig, aber bei Ärzten nervt es mich. Die Frage hat gerade im medizinischen Kontext keine Bedeutung. Entweder hat man es nicht gewusst und wurde überrascht - nun weiß man es aber und kann eh nichts ändern. Oder man hat es gewusst und hat sich bewusst für das Kind entschieden - auch daran kann keiner etwas ändern. Ich bin überzeugt, dass es keine Eltern von DS-Kindern gibt, die noch nie etwas von der Pränataldiagnostik gehört haben - und wenn es erst nach der Geburt war. Nachdem ich sehr viele solcher Fragen über mich habe ergehen lassen, entschloss ich mich, offensiv zu werden. Und wartete, und wartete, und wartete. Und endlich - gestern war es so weit, yay! Ein Frauenarzt (nicht mein "eigener") fragte nun genau das: Haben Sie es in...